Die Förderlandschaft (Geldgeber und Akteure)
Die Finanzierung erfolgt über verschiedene Kanäle, wobei zwischen öffentlichen und privaten Gebern unterschieden wird:
- Staatliche Forschungs- und Innovationsförderung:
- Bund: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (hier als BMFTR bezeichnet) fördert angewandte Forschung zu Schwerpunkten wie Nachhaltigkeit und Urbanisierung, oft mit festen Antragsstichtagen.
- EU-Kommission: Über Programme wie Horizon Europe werden transdisziplinäre und länderübergreifende Verbundprojekte finanziert.
- Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Diese ist für die Grundlagenforschung zuständig. Hier ist jede promovierte Person jederzeit zu jedem Thema antragsberechtigt.
- Strukturförderung (z.B. EFRE): Diese wird oft durch die Länder kofinanziert und dient dem Kompetenzaufbau oder der regionalen Entwicklung.
- Private Geber und Philanthropie:
- Stiftungen: Diese finanzieren Projekte aus ihren Vermögenserträgen. Beispiele sind die Volkswagenstiftung(Grundlagenforschung, risikoreiche Projekte) oder die Robert-Bosch-Stiftung (gesellschaftliches Engagement).
- Weitere Quellen: Private Unternehmen, Privatpersonen oder Crowdfunding.
Projektfinanzierung als Steuerungs- und Managementinstrument
- Politische Steuerung: Da direkte Steuerung (z.B. wegen Wissenschaftsfreiheit) oft nicht möglich ist, nutzen Geldgeber Projektwettbewerbe als Governance-Methode, um politisch gewünschte Themen zu setzen.
- Internes Management: Organisationen nutzen interne Projektmittelvergabe als Managementinstrument.
- Formalisierung: Unabhängig vom Kontext müssen Projektressourcen immer formal beantragt, zugewiesen und verantwortet werden.
Beispiele für Förderschwerpunkte
- Mobilität und Computational Social Science (z.B. BMBF-Projekte).
- Digitale Tools für Stadtplanung (z.B. durch EFRE-Strukturförderung).
- Smart-City-Modellkommunen (gefördert durch das Bundesministerium für Inneres und Heimat).