Sensemaking (dt. Sinnstiftung oder Sinnbildung) ist ein kognitiver und sozialer Prozess, bei dem Individuen oder Gruppen komplexe, unklare oder ambivalente Situationen interpretieren, um ihnen Bedeutung zu verleihen. Es hilft, Unsicherheit zu reduzieren und Handlungsfähigkeit in unübersichtlichen Kontexten (z. B. Krisen, Veränderungen) wiederherzustellen.
Typische Schritte:
- Rahmenbildung (Framing): Identifikation von Mustern oder Strukturen in den Daten/Situationen.
- Interpretation: Verknüpfung von Beobachtungen mit bestehenden Wissen oder Erfahrungen.
- Handlungsableitung: Entwicklung von Strategien basierend auf der Interpretation.
Quelle
Weick, K. E. (1995). Sensemaking in organizations. Sage Publications.