Das Behaviour Change Wheel (BCW) definiert neun zentrale Funktionen, die darauf abzielen, Defizite in den Bedingungen für Verhalten (Fähigkeit, Gelegenheit, Motivation) zu adressieren:
Das COM-B-Modell bildet das theoretische Herzstück des Behaviour Change Wheel (BCW) und dient als Analyseinstrument, um zu verstehen, warum ein Verhalten (nicht) gezeigt wird. Es erklärt, wie die verschiedenen Ebenen von Interventionen zusammenhängen:
- Ausbildung (Education): Steigerung von Wissen oder Verständnis.
- Überredung (Persuasion): Einsatz von Kommunikation, um positive oder negative Gefühle zu erzeugen oder Handlungen zu stimulieren.
- Inzentivierung (Incentivisation): Erzeugung einer Erwartung von Belohnung.
- Zwang (Coercion): Erzeugung einer Erwartung von Bestrafung oder Kosten.
- Schulung (Training): Vermittlung von Fertigkeiten.
- Beschränkung (Restriction): Nutzung von Regeln, um die Gelegenheit für ein Zielverhalten zu verringern.
- Umgebungsgestaltung (Environmental restructuring): Veränderung des physischen oder sozialen Kontexts.
- Modelllernen (Modelling): Bereitstellung eines Beispiels, das Menschen nachahmen können.
- Befähigung (Enablement): Steigerung von Mitteln oder Reduzierung von Barrieren, um Kapazität oder Gelegenheit zu erhöhen.

Quelle
Webb, J., Foster, J., & Poulter, E. (2016). Increasing the frequency of physical activity very brief advice for cancer patients. Development of an intervention using the behaviour change wheel. Public Health, 133, 45–56. http://dx.doi.org/10.1016/j.puhe.2015.12.009