Persönlichkeit und Leadership („Who we are is how we lead“)
Ein zentrales Konzept ist die Annahme, dass die Persönlichkeit der Führungskraft maßgeblich deren Führungsstil und damit den Erfolg der Organisation bestimmt.
- The Bright Side: Beschreibt die Reputation einer Führungskraft unter optimalen Bedingungen, oft gemessen durch das Fünf-Faktoren-Modell (Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, emotionale Stabilität, Offenheit).
- The Dark Side: Bezieht sich auf dysfunktionale Persönlichkeitsmerkmale (basierend auf dem DSM-IV), die unter Stress hervortreten. Diese „Dark Side“-Tendenzen (wie Narzissmus oder übermäßige Kontrolle) können zum Derailment (Scheitern) führen, da sie die Fähigkeit behindern, ein Team aufzubauen.
Das Domänenmodell der Kompetenzen
Hogan und Warrenfeltz schlagen ein Modell vor, das alle Führungskompetenzen in vier Bereiche unterteilt:
- Intrapersonelle Kompetenzen: Selbstkontrolle, emotionale Stabilität und Integrität.
- Interpersonelle Kompetenzen: Beziehungsaufbau und soziale Fähigkeiten.
- Business-Kompetenzen: Planung, Budgetierung und strategisches Denken.
- Leadership-Kompetenzen: Aufbau und Motivierung eines Hochleistungsteams.
Implizite Führungstheorien (Führungstugenden)
Dieses Konzept beschreibt die Erwartungen der Geführten an ihre Vorgesetzten. Effektive Führungskräfte müssen in den Augen der Mitarbeiter vier Kernmerkmale erfüllen, um Glaubwürdigkeit zu besitzen:
- Integrität: Versprechen einhalten und Vertrauen bilden.
- Entscheidungsfreude: Rechtzeitige und klare Entscheidungen treffen.
- Kompetenz: Fachwissen und Ressourcen für die Gruppe bereitstellen.
- Vision: Den Zweck und die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit erklären können.
Mediatoren der Führungswirkung
Es wird untersucht, wie Führung tatsächlich Wirkung erzielt. Wichtige Mediatoren sind:
- Vertrauen: Als Bindeglied zwischen transformationalem Verhalten und der Zufriedenheit der Mitarbeiter.
- Empowerment: Die Stärkung des Gefühls von Kompetenz, Selbstbestimmung und Bedeutsamkeit der Arbeit bei den Mitarbeitern.
- Selbstkonzept: Transformationale Führende richten die Identität der Geführten auf die kollektiven Ziele der Gruppe aus.