Lean Management entstand in den 1980er Jahren in der japanischen Industrie (insbesondere in der Automobilbranche bei Toyota und Honda) als Reaktion auf den Bedarf an höherer Produktqualität und schnelleren Innovationszyklen (Takeuchi & Nonaka, 1986).

Es zeichnet sich durch folgende Prinzipien aus:

  • Selbstorganisierte, multidisziplinäre Projektteams.
  • Überlappende statt sequentieller Entwicklungsphasen.
  • Kultur der kontinuierlichen Verbesserung (continuous improvement).
  • Fokus auf Lernen (individuell und organisational).

Wissenschaftlich wurde dieser Ansatz von Takeuchi und Nonaka (1986) als ganzheitlicher „Rugby-Ansatz“ bekannt gemacht. Im Gegensatz zum traditionellen „Staffellauf-Prinzip“ (sequentiell) agiert das Team hier als Einheit und spielt sich den „Ball“ ständig gegenseitig zu, um Geschwindigkeit und Flexibilität zu maximieren. Es dient heute als wesentliche Grundlage für agile Methoden.

Quellen

Saacke, K. (2020). Projektmanagement kompakt: Reader. Zentrum für Karriereplanung (ZfK), HAW Hamburg.

Takeuchi, H. & Nonaka, I. (1986). The new product development game. Harvard Business Review, 64(1), 137-146.