Agiles Projektmanagement ist ein iterativer und inkrementeller Ansatz, der darauf setzt, flexibel und schnell auf Veränderungen zu reagieren. Es basiert auf dem „Agilen Manifest“, das Individuen, Zusammenarbeit und funktionierende Ergebnisse über starre Prozesse und Dokumentation stellt.
Agilität ist eine Gegenreaktion auf bürokratisches Projektmanagement und dient dazu, Abhängigkeiten zu reduzieren sowie schnelleres Feedback von Stakeholdern zu erhalten. Der Ursprung liegt im japanischen Lean Management der 1980er Jahre; Takeuchi und Nonaka beschrieben dies als ganzheitlichen „Rugby-Ansatz“, bei dem ein Team als Einheit gemeinsam vorrückt.
Zentrale Methoden umfassen:
- Scrum: Nutzt spezifische Rollen (Product Owner, Scrum Master, Team) und arbeitet in festen Zyklen, sogenannten Sprints.
- Kanban: Visualisiert den Arbeitsfluss auf einem Board und begrenzt die Anzahl begonnener Aufgaben (WIP-Limit), um den Fokus auf den Abschluss von Arbeiten zu legen.
Agile Methoden werden besonders empfohlen, wenn Anforderungen zu Projektbeginn unklar oder volatil sind und komplexe Fragestellungen gelöst werden müssen.
Eine moderne Antwort auf die Problematik zu komplexer und bürokratischer Managementsysteme bietet die modulare und minimalistische Familie von Methoden OMIMO.
Quelle
Saacke, K. (2020). Projektmanagement kompakt: Reader. Zentrum für Karriereplanung (ZfK), HAW Hamburg.