Interdisziplinarität beschreibt die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Fachbereichen. Sie ergänzt traditionelle Disziplinen, um komplexe Probleme zu analysieren, bleibt dabei jedoch primär innerhalb des akademischen Systems.

Transdisziplinarität geht einen entscheidenden Schritt weiter und wird als Prozess des gegenseitigen Lernens zwischen Wissenschaft und Gesellschaft definiert. Die Kernpunkte sind:

  • Praxisbezug: Die Forschung geht von realen, komplexen gesellschaftlichen Problemen aus.
  • Wissensintegration: Sie verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem Wissen und den Zielen von Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Gemeinsame Problemlösung: Wissenschaftler und Praktiker arbeiten auf Augenhöhe zusammen, um Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten.

Während Interdisziplinarität die Grenzen zwischen Fachgebieten überschreitet, löst Transdisziplinarität die Grenze zwischen Forschung und praktischer Anwendung auf.

Die transdisziplinären Fallstudie (TCS) fungiert als das konkrete methodische Bindeglied, das Interdisziplinarität und Transdisziplinarität in der Praxis vereint.