Die dialogische OE („neue OE“) ist lösungsorientiert und basiert auf einer konstruktivistischen Philosophie.Die Realität ist sozial konstruiert – sie entsteht durch Dialog und gemeinsame Deutung.

  • OrientierungLösungsfokussiert – Fokus auf den erwünschten Zustand (Soll-Zustand).

  • DenkweiseDivergent und projektiv – Erkundung von Möglichkeiten und Vorwärtsdenken.

  • FokusZukünftiges/Gegenwärtiges – Gestaltung der Zukunft.

  • AnsatzAbstrakt und unsicher – offene, kreative Prozesse.

  • LösungsansatzMehrdeutig – viele mögliche Lösungen werden exploriert.

Merkmale:

  • Partizipativ: Alle Beteiligten (Mitarbeiter:innen, Führung, Berater:innen) gestalten gemeinsam die Veränderung.
  • Prozessorientiert: Kein festes Phasenmodell, sondern offene Gespräche und geteilte Sinnstiftung.
  • Fokus auf Stärken: Nicht „Was ist falsch?“, sondern „Was ist möglich?“ (z. B. Appreciative Inquiry).
  • Rolle der Betroffenen: Mitarbeiter:innen sind Experten ihrer eigenen Situation und aktiv an allen Schritten beteiligt.
  • Ziel: Gemeinsames Verstehen und kollaborative Lösungen – nicht nur Problembehebung, sondern Entwicklung einer geteilten Vision.

Quellen

Bushe, G. R., & Marshak, R. J. (2009). Revisioning organization development: Diagnostic and dialogic premises and patterns of practice. Journal of Applied Behavioral Science, 45(3), 348–368. https://doi.org/10.1177/0021886309335070

Bushe, G. R. (2011). Appreciative inquiry: Theory and critique. In D. Boje, B. Burnes, & J. Hassard (Eds.), The routledge companion to organizational change (pp. 87–104). London: Routledge.

Methoden: